Perfekter Renntag für die deutschen Profis beim Challenge St. Pölten: Caroline Pohle und Frederic Funk sicherten sich die Siege auf der Mitteldistanz. Während Pohle mit einer beeindruckenden Vorstellung einen neuen Streckenrekord aufstellte, gelang Funk vier Wochen vor der Challenge Roth ein wichtiger Erfolg gegen starke internationale Konkurrenz.
Pohle von Beginn an in Führung
Bei den Frauen ließ Caroline Pohle von Anfang an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Die Deutsche gehörte bereits im Schwimmen zu den Schnellsten und setzte sich unmittelbar nach dem Wechsel an die Spitze des Rennens. Auf dem Rad baute sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus und erreichte die zweite Wechselzone mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz.
Besonders bemerkenswert war ihre Leistung auf dem Radkurs. Mit einer Zeit von 2:20:05 Stunden unterbot sie die bisherige Bestmarke der Strecke um mehr als vier Minuten und sorgte damit für einen neuen Rekord auf dem anspruchsvollen Kurs rund um St. Pölten.
Auch auf der abschließenden Laufstrecke blieb Pohle ungefährdet. Die Deutsche kontrollierte das Rennen bis ins Ziel und gewann nach 4:14:17 Stunden mit neuem Streckenrekord. Nach ihren Erfolgen bei der Challenge Mogán-Gran Canaria und der The Championship war es bereits ihr dritter Sieg innerhalb weniger Wochen.
Hinter der Siegerin sicherte sich die Niederländerin Diede Diederiks Rang zwei. Für eine Überraschung sorgte die Finnin Minttu Hukka, die sich mit einem starken Halbmarathon noch den letzten Podestplatz erkämpfte.
Foto: Challenge Family
Historischer Rennverlauf
Da die Profi-Frauen traditionell mit Vorsprung vor den Männern ins Rennen gehen, schrieb Pohle zusätzlich ein kleines Stück Rennhistorie. Noch nie zuvor hatte eine Frau in St. Pölten die zweite Wechselzone vor dem gesamten Männerfeld erreicht. Erst auf den ersten Kilometern des Laufs wurde sie vom späteren Männersieger Frederic Funk eingeholt.
„Ich bin wirklich stolz auf dieses Rennen. Die Woche nach meinem Sieg bei der The Championship war nicht einfach. Auf dem Rad habe ich meinen Rhythmus gefunden und beim Laufen hatte ich wieder gute Beine. Jetzt richtet sich mein Fokus auf die Challenge Roth“, sagte Pohle nach dem Rennen.
| Platz | Name | Nation | Swim | Bike | Run | Finish |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Caroline Pohle | GER | 00:27:00 | 02:20:05 | 01:22:13 | 04:14:17 |
| 2 | Diede Diederiks | NED | 00:30:04 | 02:22:30 | 01:23:55 | 04:21:30 |
| 3 | Minttu Hukka | FIN | 00:31:18 | 02:27:02 | 01:23:19 | 04:26:57 |
| 4 | Sarah Schönfelder | GER | 00:31:20 | 02:21:59 | 01:28:51 | 04:27:42 |
| 5 | Luisa Iogna-Prat | ITA | 00:27:11 | 02:30:19 | 01:25:56 | 04:28:39 |
| 6 | Francesca Smith | GBR | 00:29:26 | 02:28:12 | 01:26:33 | 04:29:35 |
| 7 | Giorgia Priarone | ITA | 00:31:07 | 02:29:08 | 01:25:17 | 04:31:09 |
| 8 | Anna Pabinger | AUT | 00:33:39 | 02:30:28 | 01:21:48 | 04:31:16 |
| 9 | Juliette Lucet | FRA | 00:27:07 | 02:28:53 | 01:31:35 | 04:32:28 |
| 10 | Lilli Gelmini | ITA | 00:27:03 | 02:37:15 | 01:24:46 | 04:34:01 |
Funk setzt sich in spannendem Männer-Rennen durch
Bei den Männern entwickelte sich zunächst das erwartete Bild im Wasser: Schwimmspezialist Hannes Butters setzte sich früh vom Feld ab und nahm den Radkurs mit deutlichem Vorsprung in Angriff. Im Verlauf des Radfahrens schloss jedoch eine hochklassige Verfolgergruppe um Frederic Funk, Simon Davis, Josh Lewis und Jonas Wechsler auf.
Auf den Anstiegen wechselte die Führung mehrfach. Simon Davis konnte sich zeitweise an die Spitze setzen, doch Funk konterte im letzten Streckenabschnitt und wechselte schließlich als Führender auf die Laufstrecke.
Dort fiel die Vorentscheidung bereits früh. Gemeinsam mit Jonas Wechsler setzte sich Funk zunächst von den Verfolgern ab, ehe er das Tempo weiter erhöhte und seinen Vorsprung Schritt für Schritt ausbaute. Zwar arbeitete sich Davis noch auf Rang zwei vor, den Sieg ließ sich Funk jedoch nicht mehr nehmen. Nach 3:49:11 Stunden überquerte der Deutsche die Ziellinie als Sieger.
Foto: Challenge Family
Für Funk war es ein besonderer Erfolg: Bereits 2021 hatte er in St. Pölten seinen ersten Profisieg gefeiert. Nun kehrte er an den Ort seines Durchbruchs zurück und stand erneut ganz oben auf dem Podium.
Podiumsplätze erst auf den letzten Metern entschieden
Hinter Funk entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Podestplätze. Simon Davis behauptete Rang zwei, während Mattia Ceccarelli im Endspurt noch auf Platz drei lief. Zwischen dem Italiener, Jonas Wechsler und Ondrej Kubo lagen im Ziel lediglich sieben Sekunden.
„Nach den vergangenen Wochen bin ich vor allem erleichtert. Ich hatte endlich wieder ein gutes Schwimmen und konnte auf dem Rad Druck machen. Dieser Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen für die nächsten Trainingswochen vor Roth“, erklärte Funk im Ziel.
| Platz | Name | Nation | Swim | Bike | Run | Finish |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Frederic Funk | GER |
00:24:59 | 02:04:38 | 01:14:39 | 03:49:11 |
| 2 | Simon Davis | GBR |
00:25:49 | 02:05:00 | 01:14:59 | 03:50:35 |
| 3 | Mattia Ceccarelli | ITA |
00:24:48 | 02:08:54 | 01:13:21 | 03:52:20 |
| 4 | Jonas Wechsler | GER |
00:24:53 | 02:04:56 | 01:17:47 | 03:52:24 |
| 5 | Ondrej Kubo | SVK |
00:27:22 | 02:07:39 | 01:12:43 | 03:52:27 |
| 6 | Alexander Richter | GER |
00:26:33 | 02:10:20 | 01:13:14 | 03:54:44 |
| 7 | Hannes Butters | GER |
00:23:26 | 02:06:02 | 01:21:13 | 03:55:39 |
| 8 | Josh Lewis | GBR |
00:24:58 | 02:05:50 | 01:20:26 | 03:55:59 |
| 9 | Rafael Lukatsch | AUT |
00:24:51 | 02:08:36 | 01:18:38 | 03:56:25 |
| 10 | Silas Plambæk | DEN |
00:27:14 | 02:11:19 | 01:14:15 | 03:57:46 |


GER
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FIN
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AUT
FRA
SVK
DEN

















